Aktuelles & Publikationen

Tagung am Juridicum (Mai 2017)

Verfassungs- und verfahrensrechtliche Aspekte im Finanzmarktaufsichtsrecht - Reformmöglichkeiten

Am 29. Mai 2017 fand im Dachgeschoß des Juridicums eine Tagung zu verfassungs- und verfahrensrechtlichen Aspekten des Finanzmarktaufsichtsrechts statt, bei der auch Reformmöglichkeiten diskutiert wurden. Interessenten aus allen Fachbereichen und Berufsgruppen sowie Studierende waren herzlich willkommen.

Das Programm findet sich unter diesem Link.

Ergänzend kann der Eintrag im Veranstaltungskalender der Universität unter diesem Link aufgerufen werden.

Tagungsimpressionen

Band III in der gemeinsamen Schriftenreihe des Forschungsinstituts (November 2016)

Interdisziplinäre Rechtsanwaltsgesellschaften? Zuässigkeit und Sinnhaftigkeit.

Veröffentlichung der vollständigen Studie unter Einbezug europarechtlicher Komponenten und eines Blicks nach Deutschland sowie England und Wales:

Das anwaltliche Berufsrecht stellt sicher, dass die Berufsausübung den strengen Anforderungen der anwaltlichen „core values“, insbesondere dem Gebot der Unabhängigkeit, der Verschwiegenheit und dem Verbot von Interessenkollisionen, gerecht wird. Diese programmatischen Begriffe erfahren eine sehr konkrete und dynamische inhaltliche Ausprägung in der Rechtsordnung.

Ein in dieser Hinsicht spannungsgeladener Bereich ist das anwaltliche Gesellschaftsrecht, das jeden der „core values“ tangiert. Das Berufsrecht ist daher in besonderem Maße bemüht, Konflikte im Keim zu ersticken. Rechtspolitisch wird nun, seit geraumer Zeit und in regelmäßigen Abständen, die Forderung nach einer Interdisziplinären Gesellschaft zwischen Freiberuflern untereinander und mit sonstigen Berufen laut. Da das gegenwärtige anwaltliche Berufsrecht eine derartige Vergesellschaftung nicht zulässt, stellt sich freilich die Frage, ob diese Wertung dem Liberalisierungsgedanken widerstreiten kann bzw soll. Die Debatte wird sehr intensiv, ideologisch und polarisierend geführt. Dies erscheint, angesichts der Bedeutung und der (rechtlichen) Komplexität der Materie, zu kurz gegriffen.

An dieser Stelle hakt das vorliegende Werk ein, das auf einem Gutachten des Forschungsinstitutes für Rechtsentwicklung beruht. Es sollen primär rechtliche Argumente aufbereitet werden, die sich an den „core values“ und deren Zusammenspiel mit dem Gesellschaftsrecht orientieren. Abseits davon können ökonomische Argumente die Diskussion anreichern, sodass auch dieser Aspekt getrennt angeschnitten wird. In Summe soll jedenfalls ein erweitertes Problembewusstsein für die Wertungswidersprüche, die unweigerlich mit dieser besonders weitgehenden Vergesellschaftung verbunden sind, geschaffen werden.

Rüffler/Müller, Interdisziplinäre Rechtsanwaltsgesellschaften? (2016).

Aufsatz im Anwaltsblatt (Oktober 2016)

Zur Zulässigkeit und Sinnhaftigkeit interdisziplinärer Gesellschaften zwischen Rechtsanwälten und Berufsfremden.

Die Frage nach interdisziplinären Rechtsanwaltsgesellschaften ist ein „heißes Eisen“ und taucht in regelmäßigen Abständen in politischen Diskussionen auf. Dieser Beitrag beleuchtet das konfliktbeladene Verhältnis zwischen dem anwaltlichen Standesrecht und dem allgemeinen Gesellschaftsrecht und versucht die stark ideologisch geführte Diskussion mit rechtlichen Argumenten anzureichern.

Rüffler/Müller, Zur Zulässigkeit und Sinnhaftigkeit interdisziplinärer Rechtsanwaltsgesellschaften zwischen Rechtsanwälten und Berufsfremden, AnwBl 2016, 515-527.